Auf ein Wort: Taufe

 

„Hej, warum hast Du mir Wasser über den Kopf gegossen?“ Ist es das, was der kleine Junge auf dem Titelbild dieser PetriPost gerade denkt? Jedenfalls schaut mich Wilbur, so der Name des Jungen, auf diesem Foto etwas erstaunt an. Entstanden ist das Bild kurz nach Wilburs Taufe. An der Wassertemperatur kann es eigentlich nicht gelegen haben, dass Wilbur mich etwas skeptisch anvisiert. Das Wasser ist bei den Taufen in Sankt Petri nämlich immer schön warm. Für die angenehme Wassertemperatur sind in der Regel die Tauffamilien verantwortlich. Die Eltern, Paten, Verwandten und Freunde füllen vor dem Gottesdienst Wasser in kleine Flaschen. Diese Fläschchen halten sie dann bis zur Taufe mit ihren Händen warm. Vor der Taufe gießen sie das Wasser ins Taufbecken ein, wo es dann immer wunderbar warm ist. Unsere „Wasser-Tradition“ hat auch eine symbolische Bedeutung: Durch die Wärme des Wassers sollen unsere Täuflinge etwas von der Wärme der Gemeinschaft spüren, in die sie hineingetauft werden. Diese liebevolle Gemeinschaft beginnt bei den Eltern und Paten, aber sie endet nicht dort. Durch die Taufe werden wir Mitglied einer konkreten Gemeinde und auch der weltweiten Kirche. Für uns in der Sankt Petri Kirche ist es deshalb ganz besonders wichtig, dass Kinder sich bei uns wohlfühlen. Kinder- und Familiengottesdienste, Theaterprojekte, KinderKirchenTage und natürlich die enge Zusammenarbeit mit der Sankt Petri Schule sollen dafür sorgen, dass die Wärme unserer Kirchengemeinde nicht nur bei der Taufe zu spüren ist. Im besten Falle führt diese Wärme und Zuwendung dazu, dass Menschen sich zu allen Zeiten ihres Lebens in Sankt Petri heimisch fühlen. Das funktioniert nicht immer, aber im Falle von Wilburs Familie sind wir auf einem guten Weg: Schon seine Mama war Schülerin an der Sankt Petri Schule…

 

Allen „Petrianern“ wünsche ich einen warmen und gesegneten Sommer

mit vielen erfrischenden Gedanken!

 

Euer Peter Krogull

 

 

(Foto: Mie Hee Christensen)