Volkstrauertag 2018

 

Gemeinsames Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren

 
Auch in diesem Jahr ist die Schule gefragt worden, ob einige Schülerinnen und Schüler den Volkstrauertag mitgestalten wollen. Dies nahm die 9.b zum Anlass, sich zum hundertjährigen Kriegsende intensiv mit dem Ersten Weltkrieg zu beschäftigen. Die Klasse wollte sich kreativ mit dem Thema auseinandersetzen, und so entstand eine kleine Ausstellung zum Ersten Weltkrieg, die dann zum Volkstrauertag am 18. November in der Sankt Petri Kirche zu sehen war.
 
Außerdem wurde in der Klasse eine kleine Zeremonie entwickelt, die den 19 Millionen militärischen und zivilen Kriegstoten aller Nationen gedenken sollte. Für jede Million Opfer wollten die Schüler eine Kerze entzünden. Dies sollte zudem im Geiste der Versöhnung zwischen den Völkern geschehen, so dass wir unsere Kontakte zum Lycée Français Prins Henrik nutzten, um unsere französischen Freunde einzubinden. Hieraus entstand auch die Idee, dass unsere 9.b gemeinsam mit Schülern des Lycée Français auch der Gedenkzeremonie an den französischen und belgischen Kriegsgräbern am 12. November auf dem Assistens Kirkegård beiwohnen sollte.
 
All dies wurde wie geplant und in Kooperation mit der deutschen Botschaft und den deutschsprachigen Kirchen durchgeführt. Es war schön für die Schülerinnen und Schüler ein aktiver und gestaltender Teil des weltweiten kollektiven Gedenkens zu sein. Emotionaler Höhepunkt des Gottesdienstes war, wie mir von vielen der Anwesenden versichert wurde, die würdevolle Zeremonie des Kerzenentzündens in der Kirche als stilles Gedenken der Jugend. Nicht wenige der Vorfahren der beteiligten Schüler standen sich in den Weltkriegen als Gegner gegenüber und in diesem Bewusstsein symbolisierte die gelungene Aktion, dass wir uns glücklicherweise doch schon recht weit von den Schrecknissen der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts entfernt haben.
 
Jürgen Sacht
Oberstufenleiter und Leiter für Schulentwicklung
sowie Geschichtslehrer der 9.b
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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