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Unsere schlaflosen Diplomaten in Bonn

 
Todmüde, aber glücklich und etwas klüger kamen Nea, Ole und Ugnius am 1. Juli wieder in Kopenhagen an. Die drei waren freiwillig etwas später in die Ferien gegangen, um am Schülerplanspiel United Nations (SPUN) in Bonn teilzunehmen. Über fünf Tage stellten sie und circa 150 andere Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und anderen Teilen der Welt Sitzungen der Vereinten Nationen nach, schrieben und verabschiedeten Resolutionen und hatten ganz nebenbei auch eine Menge Spaß.
Anfang des Schuljahres wurde an unserer Schule zum ersten Mal eine SPUN-Arbeitsgemeinschaft in der Oberstufe eingerichtet; im Januar bewarb sich die Gruppe dann für eine Landesvertretung. Nachdem im März feststand, dass Ole, Ugnius und Nea die Ukraine im "Sicherheitsrat", "Wirtschafts. und Sozialrat" und "Wissenschafts- und Technikrat" vertreten durften, begann die landesspezifische Vorbereitung auf das Treffen in Bonn: Es wurde recherchiert, Resolutionen wurden vorbereitet und die Arbeitsweise der Vereinten Nationen wurde studiert.
Am Mittwoch, dem 27. Juni ging es dann gemeinsam mit dem betreuenden Lehrer Dominik nach Bonn. Auch wenn das SPUN für alle Neuland war, gab es hohe Erwartungen, die nicht enttäuscht werden sollten. Direkt nach der Ankunft in der Jugendherberge auf dem Venusberg in Bonn, die neben dem "Haus der Geschichte", der Zentrale der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Bonner Wissenschaftszentrum der Hauptveranstaltungsort war, ging es los mit den ersten Sitzungen, und das sollte bis zum Sonntagmorgen auch so bleiben. Selbst in den Pausen, gab es eigentlich keine Pause, sondern es musste Lobbyarbeit mit anderen Ausschussmitgliedern aus anderen Ländern geleistet werden. So war es auch an den Abenden: Zwar konnte hier bei Aktivitäten wie einem Spielabend und einem "Bonn-Abend" der formale Dresscode abgelegt werden und es ging etwas informeller zu, aber die politischen Themen blieben doch das zentrale Gesprächsthema. Nea als Mitglied des Sicherheitsrates wurde sogar die Ehre zuteil, um drei Uhr nachts an einer Sondersitzung teilzunehmen, denn der iranische Präsident war in einem fiktiven Szenario ums Leben gekommen. Es galt, schnell zu handeln.
Am Bonner Flughafen konnte man den dreien die Anstrengungen der letzten Tage an den Augen ablesen. Sie waren aber auch glücklich und reich an neuen Erfahrungen. Positiv überrascht waren Ungius, Nea und Ole von der lockeren Atmosphäre, den netten und hart arbeitenden Leuten und dem guten Humor, der vorherrschte. Für das kommende Schuljahr hoffen sie, noch mehr Mitstreiter für die SPUN-AG gewinnen zu können, um vielleicht beim nächsten Mal mit einer größeren Delegation eines der Schlüsselländer der Vereinten Nationen vertreten zu können.
 
Dominik Schlüter
 
 
 
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