Astronauten in Lebensgefahr !!!

 

”Jugend musiziert” Regionalwettbewerb 2017

von Angelika Kokholm, Vorsitzende Regionalausschuss Kopenhagen

Fotos: Wolfgang Schröder

 
Als Rikke Sandberg, Juryvorsitzende Klassik sich bei dem Preisträgerkonzert und der Urkundenverleihung des diesjährigen ”Jugend musiziert” Regionalwettbewerbs in einer Rede an unsere Teilnehmer wandte, beschrieb sie den Druck, dem sich Musiker aussetzen, wenn sie vor einem kritischen Publikum auftreten, als gleichwertig mit dem von Astronauten in Lebensgefahr. Und nein, das ist nicht ihrer Phantasie entsprungen, es wurde tatsächlich so gemessen.
53 Teilnehmer waren es in diesem Jahr, die das Ergebnis ihrer harten Arbeit in 38 Vorspielen präsentierten.
 
53 junge Musiker, die sich monatelang vorbereitet haben, unterstützt und betreut von ihren engagierten Musiklehrern und von ihren Familien. Euch allen gebührt unser herzlicher Dank.
Wir, der Regionalausschuss Kopenhagen, zu dem auch Philipp Ostrowicz, Ulrikke Wandler, Marion Noell Clauding und Monika Marusic-Rakovac gehören, können die Rahmenbedingungen schaffen, aber wie in einer Theatervorstellung ziehen wir nur die Fäden im Hintergrund, zeichnen verantwortlich für die Bühnentechnik, das Set-up, aber es geht immer nur um euch Teilnehmer und eure Vorspiele, ohne die es keinen ”Jugend musiziert” Regionalwettbewerb in Kopenhagen gäbe.
Als ich die Bilder durchsah, die Wolfang Schröder, Vater an der Sankt Petri Schule, in diesem Jahr für uns gemacht hat, dachte ich darüber nach, was ich in diesem Foto wohl gerade zu unserem Publikum sagte. Dass man während der Vorspiele keine Ton- und Bildaufnahmen machen dürfe, erst nach einem beendeten Vorspiel applaudieren sollte, um die
Konzentration der Teilnehmer nicht zu stören.
 
Viele Klassen besuchten die Vorspiele und haben ihren Mitschülern aufmerksam und konzentriert zugehört, mit uns die Instrumentenvielfalt genossen, die wir mittlerweile in unserem Wettbewerb aufweisen können.
In den ”Jugend musiziert” Kategorien dieses Jahres traten viele Pianisten an, aber auch zwei Streich-Quartette, ein Blockflöten-Quartett, ein Trompeten-Trio, ein Querflöten-Duo und ein Percussion-Duo in der Kategorie Neue Musik. Für viele Teilnehmer war es der erste Auftritt als Ensemble und eine besondere Herausforderung. Der Musiklehrer darf nicht dirigieren, die jungen Musiker müssen aufeinander hören, den Puls halten und trotzdem ihren eigenen Part nicht vernachlässigen. Eine Aufgabe, die alle mit Bravour gemeistert haben.
 
In der Kategorie ”Kinder musizieren” hörten wir Oboe, Klarinette, Saxofon, Orgelmusik, Geige, Cello und Klavier und ich deute diese Vorspiele als Versprechen für die nächsten Jahre und kommende ”Jugend musiziert” Teilnahmen, auf die wir uns alle freuen können.
 
Für herausragende Leistungen in der Kategorie ”Kinder musizieren” belohnten wir in diesem Jahr Theodor 3B, Klavier AG Ib und Marie-Lou 5A, Oboe AG II mit einem Sonderpreis.
Der ”DaCapo!” Sonderpreis, eine Beifallsbekundung durch die Jury, in dem sie ein Stück auszeichnet, das so gut war, dass man es noch einmal anhören will, ging in diesem Jahr an Pauline 7A, Klavier solo AG III und Io Anneli 11A, Gesang solo AG VI.
Den glücklichen Gewinnern unserer Sonderpreise wünsche ich viel Spaß bei ihrem wohlverdienten Besuch im Kino.
Das abschließende Preisträgerkonzert war wie immer geprägt von einer ausgelassenen Stimmung und glückstrahlenden Teilnehmern, die stolz ihre Urkunden und Rosen in Empfang nahmen und gleich überlegten, in welcher Kategorie sie im nächsten Jahr teilnehmen könnten.
 
Es wurden 1. bis 3. Preise vergeben und ich möchte mich herzlich bei unserer Jury bedanken, ihr habt unsere jungen Musiker nicht nur fair und professionell bewertet, sondern auch wunderbar beraten.
 
Wir freuen uns jetzt auf die Fortsetzung beim Landeswettbewerb in Brüssel und schon jetzt auf den 9. Regionalwettbewerb in Kopenhagen 2018.
 
 
 
Cedric 5.a, an der Orgel
1. Preis in der Kategorie "Kinder musizieren"
 
 Marius 5.c, Anton 4.b und Svend 5.c
Kategorie Bläser-Ensemble AG II, freuen sich über einen 1. Preis
 
Theodor 3.b
 
Alva 5.a, beim Abschlusskonzert
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