Bischöfliches Geschenk zum 440. Geburtstag

Ein schönes Geschenk machte der Bischof von Kopenhagen unserer Sankt Petri Kirche zum 440. Gemeindegeburtstag. In perfektem Deutsch hielt Peter Skov-Jakobsen seine Festpredigt und ging dabei auch auf das Altarbild unserer Kirche ein. „Die Auferstehung“ von J.L. Lund erinnere daran, so Skov-Jakobsen, dass die Auferstehung eine „gefährliche Erinnerung“ für die Christen sein. Die Erinnerung an die Auferstehung Jesu bringe festgefahrene Weltbilder ins Wanken und eröffne neue Perspektiven. Auch aktuelle Bezüge bescherte die Predigt den zahlreichen Gottesdienstbesuchern. Mit Blick auf den Anlass des Gemeindegeburtstags, die offizielle Gründung der deutschsprachigen Sankt Petri Kirche durch den dänischen König im Jahre 1575, sagte Bischof Skov-Jakobsen, dass sich Dänemark heutzutage ein Beispiel an Frederik II. nehmen könne, wie man mit Minderheiten umgehe. Neben inspirierenden Gedanken hielt der Gottesdienst vor allen Dingen festliche Musik der Kantorei Sankt Petri bereit, die anspruchsvolle Schütz-Motetten im Gottesdienst aufführte. Wie immer am Gemeindegeburtstag kamen die Kinder in den Genuss eines eigenen Kindergottesdienst- und AchtPlus-Angebotes, deren Ergebnisse (Selbstgebastelte Gemeinde-geburtstags-Kronen und Kresse-Kreuze) sie stolz im Anschluss beim Geburtstagscafé präsentierten. Zum Gelingen dieses festlichen Empfangs hatten nicht nur zahlreiche Familien mit Kuchenspenden beigetragen, sondern auch Kirchenratsmitglied Karen Porsborg-Nielsen, die leckere Sandwiches und andere herzhafte Spezereien vorbereitet hatte. Der kulinarische Höhepunkt des Geburtstagscafés war dabei sicherlich die große Sankt-Petri-Geburtstagstorte, die von einem richtigen Geburtstagskind, der 10-jährigen Ann-Sophie, angeschnitten wurde. Musikalischer Höhepunkt und feierlicher Abschluss des Gemeindegeburtstags war auch in diesem Jahr ein Kammerkonzert der Capella Sankt Petri, die Werke von Bach und Händel aufführte und dabei von der Mitte der Kirche musizierte. Die zahlreichen Konzertbesucher dankten Mark Baumann und seinen Mitstreitern für die wunderbare Musik mit langanhaltendem Applaus.

 

Peter Krogull